Handbuch

One DICOMServer Handbuch

Alle Funktionen erklärt – vom Empfang der Bilder bis zum Befundbericht. Zum Nachschlagen, wenn Sie etwas genau wissen möchten.

Version 2.0 · Neu hier? Beginnen Sie mit der Schritt-für-Schritt-Anleitung. Dieses Handbuch ergänzt sie mit allen Details.

1 Überblick & Begriffe

One DICOMServer ist das zentrale Bildarchiv Ihrer Praxis. Das Programm läuft unsichtbar als Windows-Dienst auf einem PC Ihrer Praxis und wird im Internet-Browser bedient – auf diesem PC oder (mit Passwort) auf jedem anderen Arbeitsplatz im Praxisnetz. Eine Internetverbindung ist nicht nötig, alle Daten bleiben in der Praxis.

PraxissoftwareAuftrag per GDT
→
PatientenlistePatient am Gerät wählen
→
GerätUltraschall, Kolposkop, Röntgen …
→
ArchivBilder, Loops, Messwerte
→
BefundViewer, Bericht, PDF
→
RückmeldungErgebnis per GDT

Die wichtigsten Begriffe

BegriffBedeutung
DICOMDer weltweite Standard, mit dem medizinische Geräte Bilder und Daten austauschen.
AE-TitelDer „Name“ eines DICOM-Teilnehmers (max. 16 Zeichen, z.B. ONEDICOM für den Server, US1 für ein Ultraschallgerät).
IP-Adresse & PortDie Adresse eines Computers im Netzwerk (z.B. 192.168.1.20) und die „Türnummer“ für einen Dienst (z.B. 104).
StudieEine Untersuchung eines Patienten mit allen Bildern, Loops, Messwerten und Berichten.
Serie / ObjektEine Studie besteht aus Serien; eine Serie aus Objekten (Einzelbild, Cine-Loop, Messwerte, PDF …).
Patientenliste (Worklist)Die Liste der angemeldeten Patienten, die das Gerät abruft. So müssen Namen nicht am Gerät eingetippt werden.
MPPSStatusmeldung des Geräts: Untersuchung begonnen / beendet.
Structured Report (SR)Die Messwerte, die das Gerät digital mitschickt (z.B. Biometrie in der Schwangerschaft).
WorksheetDie geordnete Tabelle der Messwerte einer Untersuchung – mit Gestationsalter, Perzentilen, Referenzbereichen und berechneten Werten.
PerzentileAnteil der Vergleichsgruppe mit kleinerem Wert. Die 50. Perzentile ist der Median; unter der 3. bzw. über der 97. Perzentile gilt ein Wert als auffällig.
KI-AssistenzOptionale Hilfsfunktionen, die lokal auf dem Server rechnen: Plausibilitätsprüfung, Erkennung von Standardebenen, Messvorschläge und Vergleich mit der eigenen Referenzbibliothek. Ein Hilfsmittel – keine Diagnose.
Storage CommitmentBestätigung an das Gerät, dass die Bilder sicher gespeichert sind. Erst dann darf das Gerät sie löschen.
GDTDateischnittstelle zu Ihrer Praxissoftware (Aufträge hin, Befunde zurück).

2 Installation, Update, Deinstallation

Die Installation ist in der Anleitung Schritt für Schritt bebildert. Kurz zusammengefasst:

PC-Empfehlung: Windows 10/11 (64-Bit), 4 GB RAM, genügend Speicher für Bilder (Richtwert 20–50 GB pro Jahr und Ultraschallgerät), feste IP-Adresse im Praxisnetz. Der PC muss laufen, wenn Geräte Bilder senden.

3 Bedienung & Anmeldung

4 Dashboard

Das Dashboard: Einrichtung, Kennzahlen, Geräte und letzte Aktivität
Das Dashboard: Einrichtung, Kennzahlen, Geräte und letzte Aktivität

5 Geräte verbinden

Geräte verbinden: Werte für das Gerät, Live-Test, Geräteliste und Zugriffsregeln
Geräte verbinden: Werte für das Gerät, Live-Test, Geräteliste und Zugriffsregeln

Hier richten Sie jedes DICOM-Gerät ein und sehen jederzeit, ob es den Server erreicht. Die Seite aktualisiert sich alle paar Sekunden.

  1. Schritt 1 – Werte am Gerät eintragen: AE-Titel des Servers, IP-Adresse (die Adresse im Praxisnetz steht zuerst; virtuelle Adapter wie VirtualBox oder VPN werden ausgeblendet) und Port. Darunter alle Dienste mit den Bezeichnungen, die Geräte üblicherweise verwenden. Ein Klick kopiert den Wert.
  2. Schritt 2 – Am Gerät testen: Nach „Verify/Echo“ am Gerät erscheint hier der Kontakt. Wird eine Verbindung abgelehnt, steht der Grund dabei (z.B. falscher Server-AE-Titel, Gerät nicht erfasst, Anfrage von einer anderen IP-Adresse).
  3. Schritt 3 – Ihre Geräte: jedes erfasste Gerät mit letztem Kontakt. „Testen“ prüft die Gegenrichtung (Server → Gerät), „Bearbeiten“ und „Entfernen“ verwalten den Eintrag.
  4. Neue Geräte, die sich gemeldet haben: Geräte, die noch nicht erfasst sind – „Als Gerät übernehmen“ füllt den Dialog mit AE-Titel und Adresse vor.

Gerät erfassen oder bearbeiten

FeldBedeutung
Art des GerätsUltraschall, Kolposkopie/Endoskopie, Röntgen/CT/MR, andere Modalität, PACS/Befundstation – mit kurzem Hinweis, was unterstützt wird.
BezeichnungFrei wählbar, z.B. „Ultraschall Raum 2“.
AE-Titel des GerätsSteht am Gerät in den DICOM-Einstellungen (oft „Local AE Title“). Max. 16 Zeichen, keine Umlaute, nicht gleich wie der Server.
IP-Adresse, PortEmpfohlen. Nötig für Speicherbestätigung, Vorbefunde und „Bilder senden“. Ist eine IP-Adresse eingetragen, werden Patientenliste und Archivabfragen dieses Geräts nur von dieser Adresse angenommen.
Zeichensatz (Erweitert)Pro Gerät festlegen, falls Umlaute am Gerät falsch erscheinen: Latin-1, UTF-8 oder „Ohne Umlaute“ (Müller → Mueller).

Wer darf sich verbinden?

RegelBedeutung
Bilder auch von Geräten annehmen, die nicht in der Liste stehenPraktisch beim Einrichten. Aus: nur erfasste Geräte dürfen Bilder senden.
Patientenliste und Untersuchungsstatus auch für nicht erfasste GeräteAus (empfohlen): Die Patientenliste enthält Patientendaten und wird nur erfassten Geräten geliefert.
Vorbefunde im Archiv auch für nicht erfasste GeräteAus (empfohlen).
Server-AE-Titel prüfenVerbindungen ablehnen, bei denen am Gerät nicht genau der AE-Titel des Servers eingetragen ist.
Neue oder geänderte Geräte und gelockerte Regeln müssen mit dem eigenen Passwort bestätigt werden – sie erhalten damit Zugang zu Patientendaten.

6 Patienten & Studien

Liste der Untersuchungen mit Suche, Zeitraum, Modalität und Gerät
Liste der Untersuchungen mit Suche, Zeitraum, Modalität und Gerät

Zwei Ansichten

Ansicht „Patienten“: alle Untersuchungen eines Patienten auf einen Blick
Ansicht „Patienten“: alle Untersuchungen eines Patienten auf einen Blick

Suchen und filtern

DICOM-Dateien importieren (CD, USB-Stick)

Import von DICOM-Dateien oder ganzen Ordnern
Import von DICOM-Dateien oder ganzen Ordnern

Oben rechts auf „Import“ klicken. Mit „Dateien wählen“ einzelne Dateien oder mit „Ordner wählen“ einen ganzen Ordner (z.B. eine Patienten-CD mit DICOMDIR) auswählen. Nicht-DICOM-Dateien werden übersprungen; die Gründe lassen sich am Ende aufklappen. Bei genau einer Studie führt „Studie öffnen“ direkt dorthin.

Die Studienansicht

Studie mit Bildern, Messwerten, Berichten und weiteren Objekten
Studie mit Bildern, Messwerten, Berichten und weiteren Objekten

Weitere Aktionen

Die Taste „Weitere Aktionen“ oben rechts in der Studie
Die Taste „Weitere Aktionen“ oben rechts in der Studie
AktionWas passiert
ZIP: Bilder, Videos, Messwerte, BerichteZIP-Datei mit allen Bildern als JPEG, Cine-Loops als Video (AVI), Messwerten (CSV) und Berichten (PDF) – ideal für Patienten oder Zuweiser.
ZIP inkl. DICOM-OriginaldateienZusätzlich die Originaldaten, z.B. für eine Klinik oder einen Zweitbefund.
In den Export-Ordner schreibenLegt die Bilder dieser Studie als JPEG im Export-Ordner ab (siehe JPEG-Export). Nur aktiv, wenn ein Export-Ordner eingerichtet ist.
Ergebnis an die Praxissoftware (GDT) sendenSchickt Befund, Messwerte und PDF sofort an die Praxissoftware (nur wenn GDT aktiv).
An Gerät sendenSendet die Studie an ein erfasstes Gerät mit IP-Adresse (PACS, Befundstation). Die Verbindung wird vorher geprüft; ist das Ziel nicht erreichbar, erscheint sofort eine verständliche Meldung.
Neuen Auftrag für diesen PatientenÖffnet die Patientenliste mit einem neuen Auftrag, in dem die Patientendaten bereits ausgefüllt sind.
Patientendaten korrigierenName, Patienten-ID, Geburtsdatum oder Geschlecht berichtigen, z.B. nach einer Notfall-Untersuchung ohne Auftrag. Die Korrektur gilt für Anzeige, Suche, Berichte und Exporte; die DICOM-Originaldateien bleiben unverändert. Jede Korrektur wird im Zugriffsprotokoll festgehalten.
Studie löschenNur Administratoren. Löscht die Studie mit allen Bildern und Berichten – nach Rückfrage und endgültig.

7 Patientenliste (Worklist)

Patientenliste mit offenen Aufträgen und Untersuchungsstatus (MPPS)
Patientenliste mit offenen Aufträgen und Untersuchungsstatus (MPPS)

Die Patientenliste (DICOM: Modality Worklist) enthält die Patienten, die das Gerät für die nächste Untersuchung abrufen kann – Name, ID und Geburtsdatum müssen dann nicht mehr am Gerät getippt werden. Aufträge entstehen manuell („Neuer Auftrag“) oder automatisch aus der Praxissoftware (GDT).

Neuen Auftrag anlegen

FeldHinweis
Nachname*, VornameAb zwei Buchstaben werden bekannte Patienten aus dem Archiv vorgeschlagen. Ein Klick übernimmt Name, ID, Geburtsdatum und Geschlecht genau dieses Patienten.
Patienten-ID*Die Nummer aus Ihrer Praxissoftware. Sie verbindet alle Untersuchungen eines Patienten. Ist die ID im Archiv bereits einem anderen Namen zugeordnet, erscheint ein Warnhinweis.
Geburtsdatum, GeschlechtWerden am Gerät angezeigt und im Bericht gedruckt. Daten in der Zukunft werden abgelehnt.
Grösse, GewichtOptional, z.B. für Echokardiographie (Körperoberfläche).
Letzte Periode (LMP)Nur bei Frauen; das Gerät berechnet damit die Schwangerschaftswoche.
Warnhinweise / AllergienWird am Gerät angezeigt.
UntersuchungFrei eingeben oder aus der Liste wählen (z.B. „Zweittrimester / Organscreening“).
Gerät„Alle Geräte“ oder ein bestimmtes Gerät – dann sieht nur dieses den Auftrag.
ModalitätUS (Ultraschall), XC (Kolposkopie/Kamera), ES (Endoskopie), DX/CR (Röntgen), CT, MR, MG, OP, OT.
Datum, ZeitGeplanter Termin. Zeit leer = ganzer Tag. Viele Geräte zeigen nur Aufträge von heute (siehe Einstellungen → Patientenliste).
Zuweiser, Durchführender Arzt, PrioritätOptional; Priorität Hoch/Notfall wird am Gerät hervorgehoben.
Auftrags-Nr.Wird automatisch vergeben (Präfix einstellbar), ist eindeutig und verbindet Auftrag, Bilder und Bericht. Sie kann nachträglich nicht geändert werden.
Bemerkung / FragestellungErscheint am Gerät als Kommentar.
Schneller aus der Studie: In einer Studie unter „Weitere Aktionen“ → „Neuen Auftrag für diesen Patienten“ sind alle Patientendaten bereits ausgefüllt.

Status der Aufträge

Datenschutz: Die Patientenliste wird nur an Geräte ausgeliefert, die unter Geräte verbinden erfasst sind. Ein unbekanntes Gerät erhält eine Ablehnung und erscheint dort unter „Neue Geräte“ zum Übernehmen (ausser die Regel „Patientenliste und Untersuchungsstatus auch für nicht erfasste Geräte“ ist eingeschaltet).

8 Viewer & Messungen

Viewer mit Distanz- und Ellipsenmessung, rechts Messungen und Messwerte vom Gerät
Viewer mit Distanz- und Ellipsenmessung, rechts Messungen und Messwerte vom Gerät

Der Viewer zeigt die Bilder einer Studie gross an: links die Vorschaubilder (bei vielen Bildern scrollbar, jedes Vorschaubild in voller Grösse), in der Mitte das Bild, rechts die Seitenleiste mit Messungen, Messwerten vom Gerät und Bildinformationen.

Die Werkzeugleiste
Die Werkzeugleiste

Werkzeuge

WerkzeugTasteSo geht's
Auswahl / VerschiebenVBild mit gedrückter Maustaste verschieben; Messungen anklicken, verschieben oder an den Endpunkten ändern.
ZoomZMaus nach oben/unten ziehen. Alternativ Strg + Mausrad.
Helligkeit / KontrastWNach links/rechts = Kontrast, nach oben/unten = Helligkeit. Auch mit der rechten Maustaste.
DistanzLVom Start- zum Endpunkt ziehen. Ergebnis in cm (im Doppler-Bereich: Zeit/Geschwindigkeit).
WinkelAErsten Schenkel ziehen, dann den zweiten Punkt klicken.
Ellipse / FlächeEDiagonal ziehen. Zeigt Fläche, Umfang und beide Durchmesser (z.B. Kopfumfang).
Freihand-FlächeFUmriss mit gedrückter Maustaste nachfahren; Fläche und Umfang.
Messpunkt / Doppler-WertPKlicken – zeigt z.B. die Geschwindigkeit an dieser Stelle.
Pfeil, Text– / TMarkierungen und Beschriftungen für Bericht oder JPEG.

Weitere Tasten der Leiste

Layout 2×2 mit Cine-Loop (unten rechts) und Wiedergabeleiste
Layout 2×2 mit Cine-Loop (unten rechts) und Wiedergabeleiste

Bedienung mit Touch (Tablet, Handy)

GesteWirkung
Mit einem Finger ziehenJe nach gewähltem Werkzeug: Bild verschieben, Helligkeit/Kontrast, messen. Messpunkte lassen sich mit dem Finger greifen (grösserer Fangbereich).
Zwei Finger auseinander/zusammenZoomen um die Mitte zwischen den Fingern (bis 2000 %).
Zwei Finger verschiebenBild verschieben – auch während ein Messwerkzeug aktiv ist.
DoppeltippIm Layout 2×2 bzw. 1×2: dieses Feld allein anzeigen.

Auf dem Handy liegen die Vorschaubilder unten als waagrechte Leiste, die Seitenleiste öffnet sich als Fenster über dem Bild.

Cine-Loops

Loops starten automatisch. Mit der Leertaste anhalten/abspielen, mit ← → Einzelbild vor/zurück, mit dem Schieberegler springen. Die Bildrate lässt sich rechts in der Leiste wählen. Messungen gelten für das jeweilige Einzelbild.

Kalibrierung und Genauigkeit

Der Viewer dient der Dokumentation und Nachkontrolle. Für die primäre Diagnose sind die Messungen am Untersuchungsgerät massgebend.

9 Worksheet

Worksheet einer Schwangerschaftsuntersuchung mit Hinweisen der Assistenz
Worksheet einer Schwangerschaftsuntersuchung mit Hinweisen der Assistenz

Das Worksheet bereitet die Messwerte, die das Gerät als Structured Report sendet, übersichtlich auf. Es erscheint in jeder Studie im Reiter „Worksheet“; „Ganze Seite / Drucken“ öffnet eine Druckansicht, „CSV“ speichert die Tabelle für Excel.

Datierung in der Schwangerschaft

Für Perzentilen und Termin wird das Gestationsalter in dieser Reihenfolge bestimmt: letzte Periode (aus dem Structured Report oder der Patientenliste), sonst der Geburtstermin des Geräts. Gibt es im Archiv eine Ultraschall-Datierung derselben Patientin aus dem ersten Trimenon (SSL 10–84 mm, höchstens 10 Monate zurück) und weicht diese um mehr als eine Woche ab, wird die Ultraschall-Datierung verwendet und ein Hinweis angezeigt (ISUOG).

Was je Fachrichtung ausgewertet wird

FachrichtungParameter und Referenzen
GeburtshilfeSSL, NT, Fruchthöhle; BPD, OFD, HC, AC, FL, HL, TCD mit Perzentilen nach INTERGROWTH-21st (Papageorghiou 2014); Schätzgewicht nach Hadlock (BPD-HC-AC-FL) und INTERGROWTH-21st mit Perzentile; Gestationsalter nach Hadlock; Verhältnisse HC/AC, FL/AC, Kopfindex; Konsistenz der Biometrie (Abweichung > 2 Wochen); Cisterna magna, Hinterhorn, Fruchtwasserindex, Herzfrequenz, Zervixlänge; Pulsatilitätsindex A. umbilicalis (Perzentile ca.) und ACM, CPR. Mehrlinge getrennt nach Fetus.
GynäkologieUterusmasse, Endometrium (postmenopausal Hinweis ab 4 mm), Ovarlänge/-breite/-höhe und Volumen (Ellipsoidformel, Grenzwerte prä-/postmenopausal), Follikel.
KardiologieLVIDd, LVIDs, IVSd, LVPWd, EF (Scheibchenmethode bevorzugt; Teichholz zur Gegenprüfung), FS, Volumina, LA-Volumenindex, Aortenwurzel; LV-Masse (ASE linear), Massenindex, relative Wanddicke und LV-Geometrie; E/A, e′ septal/lateral, E/e′, TR Vmax mit Algorithmus der diastolischen Funktion (ASE/EACVI 2016); TAPSE, RV basal, sPAP. Referenzbereiche nach ASE/EACVI 2015 getrennt nach Geschlecht.
Abdomen / Innere MedizinLeber (MCL), Milz, Nieren, Ductus choledochus (altersabhängig), Gallenblasenwand, Pfortader, Pankreaskopf und -gang, Aorta abdominalis (Aneurysma ab 3.0 cm), Appendix, Darmwand, Harnblase und Restharn, Schilddrüsenvolumen, Prostatavolumen. Generische Distanzen und Volumen von LOGIQ und Venue werden über die Organ-Angabe (Finding Site) zugeordnet.
Die Zuordnung der Messwerte folgt den DICOM-Conformance-Statements der Gerätehersteller (LOINC- und herstellerspezifische Codes, z.B. Voluson, Vivid, LOGIQ, Venue). Messwerte anderer Geräte werden über Code und Namen erkannt; Unbekanntes bleibt unter „Weitere Messwerte“ sichtbar.

10 KI-Assistenz

Viewer mit erkannter Standardebene und Messvorschlag (gestrichelt)
Viewer mit erkannter Standardebene und Messvorschlag (gestrichelt)
Hilfsmittel – ersetzt nicht die ärztliche Beurteilung. Die Assistenz kann sich irren. Massgebend sind die Messungen am Gerät und Ihre Befundung. Alle Anzeigen der Assistenz sind mit „Hilfsmittel“ gekennzeichnet.

Die KI-Assistenz ist ausgeschaltet, bis ein Administrator sie unter Einstellungen → KI-Assistenz einschaltet und bestätigt, dass die Hinweise nur als Hilfsmittel dienen (mit Name und Zeitpunkt protokolliert). Sie rechnet vollständig auf dem Server-PC; es werden keine Bilder oder Daten übertragen.

FunktionWas sie tut
PlausibilitätsprüfungHinweise im Worksheet: Werte ausserhalb der 3./97. Perzentile oder des Referenzbereichs, widersprüchliche Biometrie, Schätzgewicht des Geräts weicht von der Formel ab, EF passt nicht zu den Diametern, Datierungen widersprechen sich, LV-Geometrie und diastolische Funktion.
Standardebenen erkennenErkennt in fetalen Ultraschallbildern 13 Standardebenen des Zweittrimester-Screenings (Kopf transventrikulär und transzerebellär, Abdomen, Femur, Vierkammerblick, LVOT, RVOT, Drei-Gefäss-Blick, Profil, Lippen, Wirbelsäule koronar/sagittal, Nieren) mit Wahrscheinlichkeit. Die „Aktivierungskarte“ zeigt, worauf sich die Erkennung stützt.
Gegenprüfung im BildMisst in den erkannten Ebenen Kopfumfang (dazu BPD und OFD aussen–aussen), Abdomenumfang und Femurlänge automatisch nach – kalibriert über die Ultraschall-Regionen des Bildes – und vergleicht HC, AC und FL mit dem Gerätewert: grün bis 5 % (AC 8 %), orange bis 10 % (AC 15 %), darüber rot mit Hinweis.
ReferenzbibliothekEigene, beschriftete Referenzbilder der Praxis für alle Fachrichtungen (z.B. Echo-Schnitte, Organe). Neue Bilder werden mit der Bibliothek verglichen; angezeigt werden die ähnlichsten Bezeichnungen (mindestens 3 Referenzbilder pro Bezeichnung).
Analyse im HintergrundAnalysiert neue Ultraschallbilder automatisch (ca. 1 Sekunde pro Bild). Sonst im Viewer beim Öffnen eines Bildes oder im Worksheet mit „Bilder analysieren“.

Im Viewer

Die Seitenleiste zeigt unter „KI-Assistenz“ die erkannte Ebene, die Messvorschläge mit dem Vergleich zum Gerätewert und – bei eingeschalteter Bibliothek – ähnliche Referenzbilder. „Kontur“ blendet den Messvorschlag gestrichelt in Gelb ein, „Aktivierungskarte“ die Bildbereiche, auf die sich die Erkennung stützt. „Neu“ analysiert das Bild erneut; bei Cine-Loops wird das angezeigte Einzelbild analysiert.

Aktivierungskarte: Bildbereiche, auf die sich die Erkennung der Ebene stützt
Aktivierungskarte: Bildbereiche, auf die sich die Erkennung der Ebene stützt

Referenzbilder speichern und importieren

Bild als Referenz speichern – mit Vorschlägen je Fachrichtung
Bild als Referenz speichern – mit Vorschlägen je Fachrichtung

Im Viewer auf „Als Referenz“ klicken, die Fachrichtung wählen und die Bezeichnung eingeben (Vorschläge erscheinen beim Tippen, z.B. „Apikaler Vierkammerblick (A4C)“, „Leber (Längsschnitt MCL)“). Gespeichert wird ein Merkmalsvektor des Bildes, keine Kopie. Unter Einstellungen → KI-Assistenz → Importieren lassen sich ganze Ordner übernehmen: ein Unterordner pro Bezeichnung mit PNG- oder JPG-Bildern – oder der öffentliche Datensatz FETAL_PLANES_DB (Burgos-Artizzu et al. 2020, Lizenz CC BY 4.0) mit der Datei FETAL_PLANES_DB_data.csv.

Grenzen

Modell für Standardebenen und Merkmale: SonoNet-32 (Baumgartner CF et al., „SonoNet: Real-Time Detection and Localisation of Fetal Standard Scan Planes in Freehand Ultrasound“, IEEE TMI 2017), Lizenz Apache 2.0.

11 Befundbericht

Bericht erstellen: links Eingaben, rechts die PDF-Vorschau
Bericht erstellen: links Eingaben, rechts die PDF-Vorschau
  1. In der Studie oder im Viewer auf „Bericht“ klicken.
  2. Vorlage: wird anhand der Untersuchung vorgeschlagen (z.B. Schwangerschaft, Echo, Abdomen) und lässt sich ändern.
  3. Unterzeichnet von: leer = Arzt aus den Praxisdaten; sonst einen anderen Namen eintragen.
  4. Befund: frei schreiben oder Textbausteine anklicken (Kategorie wählbar: Abdomen, Geburtshilfe, Gynäkologie, Echo, Gefässe, Schilddrüse …).
  5. Beurteilung: Zusammenfassung und Procedere.
  6. Bilder: Bilder anklicken, um sie aus- oder abzuwählen („Alle“ / „Keine“). Im Viewer vorgemerkte Bilder mit Messungen stehen zuoberst; Schlüsselbilder sind vorausgewählt.
  7. Messwerte: Die Vorlagen für Schwangerschaft, Echokardiographie und Abdomen enthalten den Baustein Worksheet: Parameter, Wert, Gestationsalter, Perzentile und Referenzbereich wie im Worksheet. Für den Baustein „Messwerte-Liste“ lassen sich einzelne Werte an- oder abwählen („Alle“ / „Keine“). Hinweise der KI-Assistenz werden nie automatisch in den Bericht übernommen.
  8. Vorschau zeigt das PDF rechts an (auf dem Handy in einem neuen Tab). „Bericht speichern“ legt das PDF in der Studie ab.

Nach dem Speichern: PDF öffnen, drucken oder herunterladen. Ist GDT eingestellt („wenn der Bericht gespeichert wird“), geht der Befund automatisch an die Praxissoftware. Alle Berichte finden Sie im Reiter „Berichte“ der Studie.

Nichts geht verloren: Wer einen begonnenen Bericht verlässt (anderer Menüpunkt, Browser schliessen), wird gefragt, ob die Eingaben verworfen werden sollen. Dasselbe gilt für alle Einstellungsseiten.

12 Berichtdesigner

Berichtdesigner: Vorlagen, Aufbau aus Blöcken und Vorschau
Berichtdesigner: Vorlagen, Aufbau aus Blöcken und Vorschau

Hier legen Sie fest, wie Ihre Berichte aussehen (nur Administratoren). Mitgeliefert werden Vorlagen für Standard-Ultraschall, Schwangerschaft/Gynäkologie, Echokardiographie, Abdomen/Innere Medizin, Bilddokumentation und Messwertprotokoll.

BlockEinstellungen
Kopfzeile mit LogoTitel (leer = Vorlagentitel), Praxislogo ein/aus. Praxisdaten stehen rechts oben.
PatientendatenWelche Felder erscheinen: Name, Geburtsdatum, Patienten-Nr., Geschlecht, Untersuchungsdatum, Zuweiser, Auftrags-Nr., Gerät.
ZwischentitelÜberschrift, z.B. „Anamnese“.
Fester TextÜberschrift, Text und Schriftgrösse. Platzhalter: {Patient} {Name} {Vorname} {GebDatum} {Datum} {Heute} {Arzt} {Praxis} {Zuweiser}.
Befund / Beurteilung (Eingabe)Überschrift – der Text wird beim Erstellen des Berichts eingegeben.
WorksheetÜberschrift. Zeigt die Messwerte geordnet mit Gestationsalter, Perzentile und Referenzbereich; auffällige Werte sind markiert.
Messwerte-Liste (Rohdaten)Überschrift, Filter (nur Gruppen/Messungen mit bestimmten Begriffen, mit | getrennt).
Bilder-RasterÜberschrift, Spalten (1–5), max. Bilder, Bildunterschriften.
Datum & UnterschriftName (leer = Arzt aus Praxisdaten).
Abstand, Seitenumbruch, FusszeileAbstand in Punkten; Fusszeile mit eigenem Text (leer = Praxisname und Adresse) und Seitenzahl.
Name, Adresse, Telefon und Logo der Praxis kommen aus Einstellungen → Praxisdaten. Das Logo als PNG oder JPG hochladen (ideal: breit, heller Hintergrund).

13 Praxissoftware (GDT)

Seite „Praxissoftware (GDT)“ mit den Werten für die Praxissoftware (rechts)
Seite „Praxissoftware (GDT)“ mit den Werten für die Praxissoftware (rechts)

Über GDT tauschen One DICOMServer und Ihre Praxissoftware (PIS/PVS) Dateien in einem gemeinsamen Ordner aus: Die Praxissoftware legt einen Auftrag ab (Satzart 6302), One DICOMServer schreibt das Ergebnis zurück (Satzart 6310). Die Seite ist in vier nummerierte Schritte gegliedert.

1. Schnittstelle aktivieren

2. Austauschordner festlegen

3. Dateinamen & Format

EinstellungBedeutung
Auftragsdateien (Muster)Welche Dateien als Auftrag gelesen werden, z.B. *.GDT oder HCDSPVS1.GDT.
ErgebnisdateiName der Rückgabedatei, z.B. {EMPF}{SEND}.GDT (= PVS1ONED.GDT). {NR} fügt eine laufende Nummer ein.
ZeichensatzIBM CP437 (Standard, 9206=2) oder ISO 8859-1 (9206=3) – wie in der Praxissoftware.
GDT-Version02.10 (GDT 2.1), 03.00 oder 03.50 – wie in der Praxissoftware eingestellt.

4. Ablauf

EinstellungBedeutung
Ergebnis an Praxissoftware sendenwenn der Bericht gespeichert wird (Standard) · wenn Messwerte (SR) vom Gerät eintreffen · wenn die Untersuchung am Gerät beendet wird · nur manuell (Studie → Weitere Aktionen).
Aufträge an GerätAn alle Geräte oder ein bestimmtes Gerät.
Aufträge automatisch in die Patientenliste übernehmenAus jedem GDT-Auftrag entsteht sofort ein Auftrag in der Patientenliste.
Messwerte zurückgebenMesswerte (Felder 8410–8421) im Ergebnis mitsenden.
PDF-Befund mitliefernPfad zum PDF-Bericht im Ergebnis (Felder 6302–6305), damit die Praxissoftware ihn archiviert.
Auftragsdateien nach dem Einlesen löschenSonst werden sie in den Unterordner verarbeitet verschoben. Fehlerhafte Aufträge landen immer in fehler.

Einrichtung in der Praxissoftware, Test und Kontrolle

14 JPEG-Export

Automatischer JPEG-Export mit Ordnerstruktur und Dateinamen
Automatischer JPEG-Export mit Ordnerstruktur und Dateinamen

Legt jedes empfangene Bild zusätzlich als JPEG in einem Ordner ab – z.B. für die Krankengeschichte, eine Bilddatenbank oder zum einfachen Weitergeben.

PlatzhalterBeispielPlatzhalterBeispiel
{PatientID}4711{Accession}HC2609290001
{Name} / {Vorname}Muster / Anna{Device} / {AE}Ultraschall 1 / US1
{GebDatum}19880412{Modality}US
{StudyDate}20260929{Series} / {Instance}1 / 3
{Jahr} / {Monat}2026 / 09{Time}101530
{SeriesDesc}OB{SOP}eindeutige Kennung

15 Backup & Wiederherstellung

Automatische Datensicherung mit Zeitplan, Status und Wiederherstellung
Automatische Datensicherung mit Zeitplan, Status und Wiederherstellung

Automatische Sicherung

Wiederherstellen

  1. Unter Sicherungsort das Sicherungsziel eintragen und auf das Symbol daneben klicken – die vorhandenen Stände erscheinen.
  2. Den gewünschten Stand wählen und „Wiederherstellen“ klicken (Rückfrage).
  3. Die Datenbank wird ersetzt, fehlende Bilder werden zurückkopiert. Der bisherige Stand bleibt als .vor-wiederherstellung erhalten.
Umzug auf einen neuen PC: auf dem alten PC sichern und unter Einstellungen → System die Einstellungen exportieren; auf dem neuen installieren, wiederherstellen, Einstellungen importieren, Lizenz eingeben und an den Geräten die neue IP-Adresse eintragen.

16 Einstellungen

Die Einstellungen sind in Reiter gegliedert (nur Administratoren). Änderungen mit „Speichern“ oben rechts übernehmen; Karten mit dem Vermerk „wird sofort gespeichert“ brauchen keinen Klick. Viele Karten haben eine Taste „Standardwerte“, die die Werte dieser Karte auf die Werkseinstellung zurücksetzt (wirksam erst nach dem Speichern). Die Geräte werden nicht hier, sondern unter Geräte verbinden verwaltet.

Server & Ports

Reiter Server & Ports
Reiter Server & Ports
EinstellungBedeutung
AE-Titel dieses ServersStandard ONEDICOM; max. 16 Zeichen A–Z, 0–9, _ und -. Muss an jedem Gerät als „Remote AE“ eingetragen sein. Bei Änderung alle Geräte anpassen.
Port Bilder (Store)Standard 104 – für Bilder, Speicherbestätigung und Vorbefund-Abfragen.
Port Patientenliste / MPPSStandard 105 (0 = gleicher Port wie Bilder).
Port Messwerte (SR)Standard 106 (0 = gleicher Port wie Bilder).
Erweitert: ZeitlimitWie lange eine inaktive Verbindung offen bleibt (10–3600 s, Standard 300).
Erweitert: JPEG-komprimierte Bilder bevorzugt annehmenDie meisten Ultraschallgeräte senden JPEG – empfohlen.
Speicherort der BilderOrdner der DICOM-Dateien, am besten eine interne Festplatte mit viel Platz. Systemordner (z.B. C:\Windows, Laufwerkswurzel) werden abgelehnt. Bestehende Dateien werden bei einer Änderung nicht verschoben.

Ein neuer Port wird vor dem Speichern geprüft: Ist er von einem anderen Programm belegt, erscheint eine Meldung und nichts wird übernommen.

Praxisdaten

Reiter Praxisdaten: Angaben und Logo für die Berichte
Reiter Praxisdaten: Angaben und Logo für die Berichte

Praxisname, Arzt/Ärztin (erscheint in der Unterschrift), Adresse, Telefon, E-Mail und Logo (PNG/JPG). Diese Angaben erscheinen auf allen Berichten.

Fachrichtungen: Gynäkologie & Geburtshilfe, Kardiologie, Gastroenterologie & Innere Medizin. Die Auswahl ordnet die Untersuchungsvorschläge der Patientenliste und steuert, welche Assistenzfunktionen angeboten werden (die Erkennung fetaler Standardebenen nur mit Geburtshilfe). Keine Auswahl = alle Fachrichtungen. Messwerte aller Geräte werden immer übernommen.

Patientenliste

Reiter Patientenliste
Reiter Patientenliste
EinstellungBedeutung
ZeichensatzISO_IR 100 (Latin-1, Standard) oder UTF-8. Gilt für alle Geräte; für ältere Geräte, die Umlaute falsch zeigen, lässt sich unter Geräte verbinden → Gerät → Erweitert ein eigener Zeichensatz wählen (auch „ASCII“: ä → ae).
Standard-Modalität / Standard-GerätVorbelegung für neue Aufträge und Aufträge aus der Praxissoftware.
Präfix Auftragsnummermax. 6 Zeichen A–Z/0–9, z.B. HC → HC2609290001.
Erledigte Aufträge löschen nach (Tagen)Abgeschlossene und alte Aufträge werden danach entfernt.
Datumsfilter der Geräte ignorierenAlle offenen Aufträge liefern, auch wenn das Gerät nur „heute“ abfragt.

Zugriff & Passwort

Reiter Zugriff & Passwort mit Benutzern
Reiter Zugriff & Passwort mit Benutzern
RolleDarf
AdministratorAlles: Einstellungen, Geräte, GDT, Export, Backup, Berichtvorlagen, Protokoll, Benutzer, Löschen von Studien, Bildern und Berichten.
MitarbeiterTägliche Arbeit: Dashboard, Patienten & Studien, Patientenliste, Viewer, Berichte erstellen, Import, Weitergeben, Patientendaten korrigieren, eigenes Passwort ändern. Keine Einstellungen, kein Löschen von Bildern/Studien.

Änderungen, die den Schutz lockern (Passwort entfernen, Fernzugriff einschalten, HTTPS ausschalten, Geräte hinzufügen, Zugangsregeln öffnen, Mailserver ändern), müssen mit dem eigenen Passwort bestätigt werden.

E-Mail

Reiter E-Mail: Versand für „Passwort vergessen“ und Störungsmeldungen
Reiter E-Mail: Versand für „Passwort vergessen“ und Störungsmeldungen

KI-Assistenz

Reiter KI-Assistenz: Hauptschalter, Funktionen, Referenzbibliothek und Modellinformationen
Reiter KI-Assistenz: Hauptschalter, Funktionen, Referenzbibliothek und Modellinformationen

Hauptschalter (mit Bestätigung „Hilfsmittel“, sofort gespeichert) und die einzelnen Funktionen: Plausibilitätsprüfung, Standardebenen, Gegenprüfung im Bild, Referenzbibliothek und Analyse neuer Bilder im Hintergrund (mit „Speichern“ übernehmen). Rechts die Referenzbibliothek mit Anzahl Bilder pro Bezeichnung (Entfernen nur für Administratoren) und Angaben zu Modell, Quellen und Grenzen. Siehe KI-Assistenz.

Firewall

Zeigt die Windows-Firewall-Regeln für die DICOM-Ports (bei erlaubtem Fernzugriff auch für den Web-Port) und ob sie vorhanden sind. „Regeln jetzt setzen“ legt fehlende Regeln an. „Firewall automatisch anpassen“ setzt die Regeln bei geänderten Ports sofort (wird sofort gespeichert).

Lizenz

Reiter Lizenz
Reiter Lizenz

Zeigt Lizenznehmer, Edition, Geräte, Gültigkeit und Lizenz-Nr. bzw. die verbleibenden Testtage. Den Lizenzschlüssel aus der E-Mail einfügen und „Lizenz aktivieren“ klicken – die Prüfung erfolgt ohne Internet. Nach Ablauf der Testphase läuft der Server weiter; auf den Berichten erscheint dann ein Hinweis.

System

Reiter System: Datenbank, Energiesparmodus und Einstellungen sichern
Reiter System: Datenbank, Energiesparmodus und Einstellungen sichern

17 Protokoll & Hilfe

Protokoll mit Filter nach Stufe und Suchfeld
Protokoll mit Filter nach Stufe und Suchfeld

Das Protokoll zeigt alle Ereignisse: empfangene Bilder, Verbindungen, Patientenliste, GDT, Backup, Export, Fehler. Filter: alle Meldungen, nur Fehler, Warnungen und Fehler, Info, Zugriffsprotokoll – dazu ein Suchfeld. „Automatisch aktualisieren“ zeigt neue Einträge laufend; „Als Textdatei speichern“ lädt die angezeigten Zeilen herunter.

Zugriffsprotokoll

Das Zugriffsprotokoll hält jede Änderung und jede Ausgabe von Patientendaten fest: wer (Benutzer und Computer-Adresse bzw. Gerät), was (z.B. Studie geöffnet, ZIP heruntergeladen, Bericht gespeichert, Patientendaten korrigiert, Einstellungen geändert, Anmeldung fehlgeschlagen, Patientenliste von Gerät abgefragt), wann und mit welchem Ergebnis. Es wird pro Monat in logs\audit-JJJJ-MM.log gespeichert und 2 Jahre aufbewahrt.

Die Taste „Zugriffsprotokoll (Monat)“ listet alle Monate mit Anzahl Einträgen zum Herunterladen. Jede Zeile enthält eine Prüfsumme über die vorherige Zeile; nachträglich veränderte oder gelöschte Einträge werden erkannt und beim Monat als „verändert ab Zeile …“ angezeigt.

Die Seite Hilfe & Support enthält einen Schnellstart, die Verbindungswerte (Ports, AE-Titel), die Tastenkürzel des Viewers und Links zu Anleitung, Handbuch und Kontakt.

18 Sicherheit & Datenschutz

One DICOMServer ist für den Betrieb im Praxisnetz ausgelegt und nach dem Grundsatz „so wenig offen wie nötig“ voreingestellt.

BereichMassnahme
DatenhaltungAlle Daten bleiben auf dem Praxis-PC: keine Cloud, keine Übertragung an den Hersteller, Lizenzprüfung offline. Die Datenbank ist eine Datei ohne Netzwerkzugang; Datenordner und Bildarchiv sind auf Systemkonto und Administratoren beschränkt.
AnmeldungOhne Passwort ist das Webinterface nur am Server-PC selbst erreichbar. Passwörter mind. 8 Zeichen mit Buchstaben und Ziffern, gespeichert als PBKDF2-SHA256 mit 600 000 Durchläufen. Nach 5 Fehlversuchen wachsende Wartezeit (bis 30 Minuten), automatische Abmeldung nach 12 Stunden Inaktivität.
Benutzer & RollenPersönliche Zugänge mit den Rollen Administrator und Mitarbeiter. Heikle Änderungen erfordern die erneute Eingabe des eigenen Passworts.
ÜbertragungHTTPS (TLS 1.2/1.3) mit eigenem, auf diesen PC beschränkten Zertifikat; für den Zugriff aus dem Praxisnetz zwingend. Schutz gegen Cross-Site-Angriffe (CSRF-Header, Content-Security-Policy, Prüfung des Host-Namens).
Geräte (DICOM)Patientenliste, Statusmeldungen und Archiv-Abfragen nur für erfasste Geräte; ist eine IP-Adresse eingetragen, muss die Anfrage von genau dieser Adresse kommen. Bilder von unbekannten Geräten lassen sich ebenfalls sperren. Abgelehnte Zugriffe erscheinen im Protokoll und unter „Neue Geräte“.
KI-AssistenzOptional, standardmässig aus. Das Modell ist im Programm enthalten und rechnet lokal; keine Übertragung von Bildern oder Messwerten. Einschalten nur durch Administratoren mit Bestätigung, protokolliert.
NachvollziehbarkeitZugriffsprotokoll mit Benutzer, Adresse, Aktion und Ergebnis; verkettete Prüfsummen; Aufbewahrung 2 Jahre.
Passwort vergessenEinmal-Code an die persönliche E-Mail-Adresse des Benutzers (15 Minuten, 5 Versuche, max. 3 Anfragen pro Stunde und Adresse). Ohne E-Mail: am Server-PC im Startmenü „One DICOMServer Passwort zurücksetzen“ (Administratorrechte nötig).
VerfügbarkeitEnergiesparmodus wird verhindert; automatische Sicherung mit Versionen; Meldungen per E-Mail bei Fehlern und wenig Speicherplatz.

Ihre Aufgaben als Betreiber

Eine ausführliche Beschreibung aller Schutzmassnahmen für Ihr Datenschutz- oder Informationssicherheitskonzept enthält das Dokument „Sicherheitskonzept One DICOMServer 2.0“ (auf Anfrage bzw. im Download-Bereich).

19 Anhang

Tastenkürzel im Viewer

TasteFunktionTasteFunktion
V / Z / WVerschieben / Zoom / Helligkeit-KontrastLeertasteCine abspielen / anhalten
L / A / E / FDistanz / Winkel / Ellipse / Freihand-Fläche← →Einzelbild zurück / vor
P / TMesspunkt / Text↑ ↓, MausradVorheriges / nächstes Bild
K / SSchlüsselbild / JPEG speichernStrg + MausradZoom
R / I / OZurücksetzen / Invertieren / EinblendungenRechte MaustasteHelligkeit / Kontrast
EntfMarkierte Messung löschenEsc / F11Viewer schliessen / Vollbild

Ports und DICOM-Dienste

PortDienste
104C-ECHO, C-STORE (Bilder, Loops, SR, PDF, herstellerspezifische Objekte), Query/Retrieve (C-FIND, C-MOVE), Storage Commitment
105Modality Worklist (C-FIND), MPPS (N-CREATE/N-SET)
106Structured Report (Messwerte) – optional, sonst Port 104
8420Webinterface (Browser), HTTP oder HTTPS

Unterstützte Formate: Explicit/Implicit VR Little Endian, JPEG Baseline, RLE; JPEG Lossless/JPEG 2000 werden gespeichert. Worklist-Zeichensätze ISO_IR 100 und UTF-8, pro Gerät zusätzlich ASCII. AE-Titel bis 16 Zeichen, max. 64 gleichzeitige Verbindungen.

GDT-Felder

RichtungSatzart / Felder
Auftrag (Praxissoftware → One DICOMServer)6302 (neue Untersuchung) bzw. 6301; Patient 3000 (ID), 3100 (Namenszusatz), 3101 (Name), 3102 (Vorname), 3103 (Geburtsdatum), 3110 (Geschlecht), 3622/3623 (Grösse/Gewicht), 8410/8411 (Untersuchung), 6220/6227 (Bemerkung), 8315/8316 (GDT-IDs)
Ergebnis (One DICOMServer → Praxissoftware)6310; 6200/6201 (Datum/Zeit), 8402 (Gerät), 6220 (Befund und Beurteilung), 8410/8411/8420/8421 (Messwerte: Kennung, Bezeichnung, Wert, Einheit), 6302–6305 (PDF-Verweis)

Dateien und Ordner

OrtInhalt
C:\Program Files\One DICOMServerProgramm
C:\ProgramData\One DICOMServer\config.jsonEinstellungen
…\db\hcdicom.dbDatenbank (Studien, Patientenliste, Berichte, Messungen)
…\storageBildarchiv (DICOM-Dateien), falls kein anderer Speicherort gewählt
…\logsProtokolle und Zugriffsprotokolle (audit-JJJJ-MM.log)
…\tlsZertifikat für HTTPS
C:\ProgramData\HC-DICOMServerDatenordner von Installationen, die von HC-DICOMServer aktualisiert wurden (wird weiterverwendet)

Hilfe bei Problemen

Die häufigsten Probleme und ihre Lösung finden Sie in der Anleitung unter „Hilfe bei Problemen“. Bei Fragen: info@dicomserver.ch – bitte die Version (links unten im Programm) und die Meldungen aus dem Protokoll angeben.